Einleitung

Ein gut strukturiertes Applikationsportfolio ist ein starker Treiber für Transformation und Innovation in Ihrem Unternehmen und hilft Ihnen, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Ihrer Konkurrenz zu erzielen.

Die Rationalisierung der Applikationslandschaft trägt dazu bei, den Kosten- und Ressourcenbedarf im IT-Bereich zu senken, und eröffnet damit gleichzeitig mehr Raum für Innovationen. Eine Reduktion der Komplexität und damit des Gesamtrisikos des Portfolios kann letztlich die Transformation Ihres Unternehmens vorantreiben. Der Aufbau eines solchen Applikationsportfolios lässt sich in wenigen Schritten bewerkstelligen, und erste Ergebnisse können bereits mit geringem Aufwand erzielt werden.

Bevor Sie loslegen, sollten Sie ein Modell festlegen, anhand dessen Sie Ihre Anwendungen nach der Bewertung validieren möchten. Wir empfehlen das TIME-Modell von Gartner®, ein 2×2-Quadrant, der die verschiedenen Investitionsstrategien auf der Grundlage der Geschäfts- und IT-Fitness der Anwendungen aufzeigt. Der wichtigste Meilenstein dabei, ist die Definition von Fragen, die Ihnen helfen, die Tauglichkeit Ihrer Applikationen angemessen zu bewerten.

Sie sind unsicher, welche Fragen in diesem Kontext relevant sind? In diesem Blogbeitrag erhalten Sie unsere 30 Best-Practice-Kriterien, um Ihr Applikationsportfolio auf langfristigen Erfolg auszurichten!

clasificación de aplicaciones

30 Fragen zur Bewertung des Fitnesslevels Ihrer Anwendungen

Wie businesstauglich sind Ihre Applikationen?

1. Unterstützt die Anwendung einen oder mehrere Ihrer Kernprozesse oder -fähigkeiten, und in welchem Umfang?

Ein Kernprozess ist ein Prozess, der den Kund:innen einen Mehrwert bietet. Denken Sie an alle Ihre Prozesse oder Fähigkeiten der Ebene 1 Ihrer Prozess-/Fähigkeitslandkarte.

2. Verschafft Ihnen die Applikation einen Wettbewerbsvorteil?

Einige Anwendungen sind lediglich eine Voraussetzung für gängige Prozesse, während andere in ihren Fähigkeiten einzigartig sind und als solche etwas Neues bieten können – und damit einen Wettbewerbsvorteil schaffen. Wie sieht es mit Ihren Applikationen aus?

3. Wie schwerwiegend wäre ein größerer Zwischenfall oder ein Totalausfall für das Unternehmen?

Denken Sie an die Folgen, die ein Verlust/Ausfall der Anwendung für Ihr Unternehmen hätte – insbesondere in Bezug auf Vertraulichkeit, Verfügbarkeit oder Integrität.

4. Welchen Wert hat die Applikation für die Hauptnutzer?

Ist die Anwendung für die Hauptnutzer:innen wichtig und in welchem Umfang?

5. Wie erfolgreich ist die Anwendung bei der Verwirklichung Ihrer Geschäftsziele und Prozessanforderungen?

Überlegen Sie, inwieweit die derzeit unterstützten Funktionen mit den Anforderungen Ihres Unternehmens und Ihren Prozessanforderungen übereinstimmen. Gibt es eine Funktionslücke, die Sie abdecken müssen?

6. Wie würden Sie die Anpassungsfähigkeit der Applikation bewerten?

Überlegen Sie, inwieweit funktionale Erweiterungen im Verhältnis zur Anzahl der Änderungswünsche rechtzeitig umgesetzt wurden.

7. Wie beurteilen Sie die Funktionalitäten der Applikation im Hinblick darauf, wie viel Wissen und Erfahrung man benötigt, um sie zu nutzen und zu verwalten?

Einige Anwendungen sind intuitiv und vom ersten Tag an einfach zu bedienen. Andere wiederum machen eine (mehr oder weniger umfangreiche) Schulung eforderlich. Was ist bei der vorliegenden Applikation der Fall?

8. Wie beurteilen Sie die Benutzerfreundlichkeit und die Verfügbarkeit der Applikation, wenn es um die Erfüllung der Geschäfts- und Prozessanforderungen geht?

Denken Sie an den Einarbeitungsprozess für diese Anwendung. Wie würden Ihre Mitarbeiter:innen, Kolleg:innen oder Sie selbst die Benutzerfreundlichkeit dieser Anwendung einstufen? Ist das Layout der Benutzeroberfläche übersichtlich und intuitiv genug?

9. Inwieweit kann die Applikation Ihren Informations- oder Datenverwaltungsbedarf unterstützen?

Berücksichtigen Sie folgende Aspekte: (1) Datenintegrität und Vertrauenswürdigkeit, (2) Datenqualität, (3) Verfügbarkeit der Daten für Mitarbeiter:innen oder Kund:innen zu jeder Zeit.

10. Wie würden Sie die Integration der Anwendung und der Geschäftsprozesse über verschiedene Funktionsbereiche hinweg bewerten? Finden Sie diese gut abgestimmt oder nicht?

Überlegen Sie, wie viele (manuelle) Eingriffe Sie vornehmen mussten, um die Applikation in Ihrem Unternehmen zu integrieren.

11. Wie häufig ändern sich die Prozesse, die von der Applikation unterstützt werden?

Berücksichtigen Sie das breitere Umfeld der Geschäftsprozesse, einschließlich der Anpassungen der Geschäftsstrategie, der Aktualisierungen der Rechtsvorschriften und der wirtschaftlichen Auswirkungen sowie der betrieblichen Veränderungen.

12. Ist die Anwendung wichtig für die Geschäftsstrategie und wenn ja, in welchem Umfang?

Trägt Ihre Anwendung dazu bei, einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, oder handelt es sich einfach um eine Applikation, mit der nur Aufgaben erledigt werden?

13. Gibt es eine Schulung für die Endnutzer:innen? Wenn ja, wie würden Sie diese bewerten?

Falls eine Schulung für die Bedienung der Applikation erforderlich ist – wird diese angeboten, und sind die verfügbaren Ressourcen für die erfolgreiche Nutzung der Applikation ausreichend?

14. Beeinträchtigt diese Applikation andere Anwendungen?

Überlegen Sie, ob andere Applikationen auf bestimmte Dienste oder Daten angewiesen sind, die von dieser Applikation bereitgestellt werden.

15. Wie hoch sind die jährlichen Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung?

Versuchen Sie, alle Kosten für die Wartung der Applikation, die Behebung von Problemen, usw. für das vergangene Geschäftsjahr zusammenzutragen.

Reunión de revisión de la cartera de aplicaciones

Wie IT-fit sind Ihre Applikationen?

16. Wie hoch sind die jährlichen Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung?

Überlegen Sie, wie Business und IT bei der Planung, Implementierung und Wartung der Anwendung zusammenarbeiten.

17. Ist die Applikation in der Lage, Daten und Prozesse effizient zu integrieren?

Denken Sie an die Leichtigkeit, mit der die Integration angepasst werden kann, um die sich ändernden Geschäftsprozesse widerzuspiegeln; an das Ausmaß, in dem Datenübersetzungen, Technologieadapter und Schnittstellen in der Anwendung fest kodiert oder in den Integrations-Hubs abstrahiert sind.

18. Wie effizient ist die Anwendung in Bezug auf den Schutz Ihrer Daten und deren Sicherheit?

Denken Sie an die Durchsetzung von Zugriffskontrollen, an Fragen des Datenschutzes, an die Einhaltung von Vorschriften und daran, wie sich diese Sicherheitskontrollen auf die Zugänglichkeit, die Benutzerfreundlichkeit, die Produktivität und die Effektivität auswirken.

19. Sind die vorhandenen Sicherheitskontrollen ausreichend, um die Vertraulichkeit und Integrität Ihrer Applikation zu gewährleisten?

Gibt es Lösungen für die Krisenbewältigung und die Wiederherstellung der Daten oder ist der Datenverlust unabwendbar?

20. Wie widerstandsfähig ist die Anwendung in Stresssituationen?

Berücksichtigen Sie die Robustheit der Applikation bei der Bewältigung hoher Transaktionsmengen oder hoher Arbeitsbelastung.

21. Gibt es Überschneidungen zwischen den Fähigkeiten dieser Applikation und anderen bestehenden Applikationen?

Ist Ihre Anwendung einzigartig, und wenn nicht, ist sie wertvoller als die Anwendungen, mit denen sie Überschneidungen aufweist?

22. Ist diese Applikation von überholten Technologien abhängig?

Jede Applikation ist von einer bestimmten Technologie abhängig. Denken Sie über die betreffende Anwendung nach. Ist die Technologie, die sie unterstützt, veraltet?

23. Gibt es wiederkehrende Wartungs- oder Betriebsprobleme, die den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen oder zu einer Gefahr werden können?

Denken Sie an die Risiken, die sich aus der Nutzung der Anwendung ergeben können.

24. Wirken sich Upgrades dieser Applikation auf andere Applikationen aus?

Bedenken Sie die Folgen eines Upgrades für die betreffende Anwendung. Inwieweit beeinflusst das Upgrade Anwendungen, die gleichzeitig genutzt werden?

25. Kann die Anwendung in der Cloud betrieben werden?

Können Sie mit Ihrer Anwendung die Cloud-Technologie nutzen?

26. Wie groß ist die Datenbank der Anwendung?

Wie viele PBs, TBs oder GBs Speicherplatz benötigt die Applikation?

27. Inwieweit entspricht die Anwendung den anerkannten Architekturpraktiken, Entwicklungsprinzipien und Technologiestandards?

Überlegen Sie, ob die Applikation die architektonische Ausrichtung Ihres Unternehmens unterstützt, z. B. serviceorientierte Architektur, Geschäftsprozessmanagement und Stammdatenmanagement.

28. Wie anpassungsfähig ist die Applikation und wie gut erfüllt sie die neuen Anforderungen?

Sind Änderungen einfach durchzuführen oder sind diese schwierig und kostspielig? Berücksichtigen Sie auch, wie gut die Anwendung mit neuen Anforderungen umgehen kann.

29. Sind für die Handhabung/Wartung der Anwendung besondere technologische Kenntnisse erforderlich?

Erfordert die Wartung und Handhabung der Applikation zusätzliche interne oder externe Personalkosten, die durch das erforderliche Know-how entstehen?

30. Wie ist der Lebenszykluszustand der Anwendung?

Befindet sie sich am Ende ihres Lebenszyklus und verliert daher ihren Geschäftswert; befindet sie sich im Anfangsstadium und umfasst somit die Formulierung des ersten Geschäftsplans; wächst sie und erfordert deshalb Verbesserungen und Anpassungen oder ist sie ausgereift und beginnt, ihren Geschäftswert zu stabilisieren?

Im nächsten Schritt sollten Sie diese Fragen beantworten und für jede von ihnen eine Priorität festlegen und eine Punktzahl vergeben. Anschließend können Sie Ihre Applikationen entsprechend bewerten.

Definieren Sie Ihre Investitionsstrategie

Sobald Sie Ihre Geschäfts- und IT-Fitness bewertet haben, können Sie eine Investitionsstrategie für jede Anwendung festlegen. Kombinieren Sie dazu die Endergebnisse beider Fitness-Scores und entscheiden Sie, welche Strategie Sie wählen sollten:

Tolerieren: Anwendungen mit geringem Geschäftswert, aber hoher technischer Qualität.

Investieren: Anwendungen mit hohem Geschäftswert und hoher technischer Qualität.

Migrieren: Anwendungen mit hohem geschäftlichem Wert, aber geringer technischer Qualität.

Eliminieren: Anwendungen mit geringem geschäftlichen Wert und geringer technischer Qualität.

Grafik zur Darstellung der APM-Investitionsstrategie unter Verwendung des TIME-Quadranten

Beispiel eines TIME-Modells in der EAM-Suite ADOIT

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Blogbeitrag über die Definition einer soliden APM-Investitionsstrategie.

Zusammenfassung

Regelmäßige Bewertungen Ihres Anwendungsportfolios sind entscheidend, um mit den sich schnell verändernden Märkten Schritt zu halten und Raum für neue Innovationen zu schaffen. Wenn Sie sich die richtigen Fragen stellen und Ihre Applikationen auf Basis ihrer Business- und IT-Fitness bewerten, können Sie deren Wert und Qualität ermitteln und Ihr Portfolio schließlich mit der richtigen Investitionsstrategie steuern.

Sind Sie daran interessiert, Ihr Portfolio zu bewerten, um Schwächen, Chancen und Verbesserungspotenziale zu erkennen? Dann sollten Sie unsere renommierte EAM-Suite ADOIT und ihre brandneuen User Centric Services kennenlernen, die genau das und noch viel mehr zu bieten hat.

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