Neue Software allein verändert noch kein Unternehmen. Ob künstliche Intelligenz, ein neues ERP-System oder automatisierte Abläufe: Die Technik eröffnet Möglichkeiten. Doch damit daraus Fortschritt wird, müssen Menschen, Prozesse und IT zusammenspielen.

Genau darüber diskutierten Unternehmen und Fachleute am Digital Transformation Forum Bodensee in Vorarlberg. Auf Einladung der BOC Group tauschten sie Erfahrungen aus, lernten unterschiedliche Lösungswege kennen und richteten den Blick auf die digitale Zukunft der Region.

Die Praxisberichte von Victorinox, Raiffeisenlandesbank Vorarlberg und Poesis zeigten, wie unterschiedlich Unternehmen Veränderungen angehen. Und dass die entscheidenden Fragen oft erst hinter der Technologie beginnen.

Poesis: Wenn aus einem IT-Projekt ein Prozessprojekt wird

«Die spannendsten Prozessprojekte sind oft jene, die gar nicht als Prozessprojekte beginnen.»

Martin Fischer von Poesis brachte es auf den Punkt. Ob ERP-Einführung oder Digitalisierungsvorhaben: Früher oder später müssen Unternehmen klären, wie ihre Abläufe funktionieren und wer wofür verantwortlich ist.

Aus einer technischen Aufgabe wird eine gemeinsame Herausforderung für Fachbereiche und IT. Dabei hilft ein gemeinsames Verständnis der Geschäftsprozesse.

Fischers Botschaft: Wer seine Prozesse kennt, kann Veränderungen gezielter gestalten. Wer sie erst im Projekt klärt, verliert Zeit.

Martin Fischer von Poesis

Victorinox: Menschen für Prozesse begeistern

Prozessmanagement begeistert nicht jeden. Das kennt auch Thomas Meier von Victorinox. Im Unternehmen galt das Thema anfangs teilweise als trockene Materie.

Doch wie begeistert man Mitarbeitende für etwas, das zunächst nach Dokumentation und Regeln klingt?

Victorinox setzt auf verständliche Schulungen, spielerische Lernangebote und klare Verantwortlichkeiten. So wird aus Prozessdokumentation etwas, das Mitarbeitende im Alltag tatsächlich nutzen können.

Der Ansatz zeigt, wie wichtig die Menschen hinter den Prozessen sind. Denn selbst die beste Technologie verändert wenig, wenn Mitarbeitende nicht mitziehen.

Thomas Meier von Victorinox

Raiffeisenlandesbank Vorarlberg: Aus Informationen wird Orientierung

«Es gibt keine Kontrolle ohne Risiko.»

Mit diesem Grundsatz zeigte Christof Wehinger von der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, wie die Bank ihre Prozesse, Risiken und Kontrollen miteinander verbindet.

Über eine zentrale Prozesslandkarte können Mitarbeitende Zusammenhänge nachvollziehen. Künftig will die Bank auch IT-Systeme und deren Abhängigkeiten stärker einbeziehen.

Das Beispiel macht deutlich: Entscheidend ist nicht, wie viele Informationen ein Unternehmen sammelt, sondern wie sie zusammenhängen. Erst dann entsteht ein Überblick, der im Alltag hilft und Entscheidungen erleichtert.

Christof Wehinger von der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg

BOC Group: Wie alles zusammenhängt

Drei Unternehmen, drei Erfahrungen. Eine Frage verbindet ihre Beiträge: Wie behalten Unternehmen den Überblick, wenn Technologien, Prozesse und Anforderungen zunehmend voneinander abhängen?

Alexander Kleinsasser von der BOC Group griff diese Frage auf. Er zeigte, wie Unternehmen Prozesse, IT-Systeme und Risiken gemeinsam betrachten können.

«Technologiewandel, Cyberrisiken und neue Anforderungen verändern den Unternehmensalltag. Wer Prozesse, IT und Risiken gemeinsam betrachtet, erkennt Zusammenhänge und kann gezielter handeln. Genau dafür braucht es den Austausch über Unternehmensgrenzen hinweg.»

Mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz wird dieser Überblick noch wichtiger. Denn KI braucht verlässliche Informationen über Abläufe, IT-Systeme und Verantwortlichkeiten, damit sie fundierte Ergebnisse liefern kann.

Mit ihren Lösungen ADONIS, ADOIT und ADOGRC unterstützt die BOC Group Unternehmen dabei, Prozesse, IT und Risiken miteinander zu verknüpfen. So können sie neue Technologien gezielter einsetzen und Veränderungen besser steuern.

Alexander Kleinsasser der BOC Group

Gemeinsam mehr bewegen in der Bodenseeregion

Am Ende blieb mehr als neues Fachwissen. Das Forum zeigte, wie wertvoll es ist, Erfahrungen über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg zu teilen.

Victorinox machte deutlich, wie wichtig es ist, Mitarbeitende einzubinden. Die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg zeigte, welchen Wert vernetzte Informationen schaffen. Und Poesis erinnerte daran, dass hinter vielen Technologieprojekten eine Veränderung der Arbeitsweise steckt.

Unterschiedliche Erfahrungen, eine gemeinsame Richtung: Digitale Transformation gelingt dort, wo Menschen, Prozesse und Technologien zusammenfinden.

Mit dem Digital Transformation Forum Bodensee möchte die BOC Group den fachlichen Austausch in Vorarlberg und der Bodenseeregion weiter stärken. Als Partner für Prozessmanagement, Unternehmensarchitektur und Governance begleitet sie Unternehmen dabei, ihre digitale Zukunft zu gestalten.

Herzlichen Dank an alle Referierenden und Teilnehmenden für die offenen Einblicke, Gespräche und neuen Perspektiven.

Von links nach rechts: Fabio Anghileri, Thomas Meier, Alexander Kleinsasser,
Christof Wehinger und Martin Fischer

Die digitale Zukunft der Bodenseeregion lebt von Unternehmen, die ihre Erfahrungen teilen, voneinander lernen und gemeinsam neue Wege gehen.

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