Ergebnisse

Mehr Übersicht und bessere Orientierung in einer komplexen Prozesslandschaft.

Klareres Prozessverständnis als Grundlage für Qualitätsmanagement, kontinuierliche Verbesserung und künftige Digitalisierung.

Herausforderungen

  • Komplexe Prozesslandschaft mit mehreren hundert Prozessen, mehreren Gesellschaften und unterschiedlichen operativen Bereichen.
  • Auffindbarkeit und Verständlichkeit von Prozessinformationen über Rollen, Gesellschaften und Managementsysteme hinweg.

Lösung

  • Aufbau einer mehrstufigen Prozessarchitektur mit Haupt- sowie Unterprozesslandkarten und Detailprozessen.
  • ADONIS als zentrale BPM-Plattform für die Modellierung, Darstellung und bessere Zugänglichkeit der Prozessinformationen.

Primeo Energie entwickelt eine komplexe Prozesslandschaft mit ADONIS zu einer transparenten und skalierbaren Prozessarchitektur weiter. Klare Prozessebenen, Prozesslandkarten und Detailprozesse erleichtern die Orientierung und machen Abläufe, Rollen und Zusammenhänge sichtbar. Die Story zeigt, wie Prozessmanagement in einer vielseitigen Organisation zur Grundlage für Qualität, kontinuierliche Verbesserung und künftige Digitalisierung wird.

Ausgangslage: Komplexität in einem dynamischen Energieumfeld

Primeo Energie ist ein Schweizer Energieunternehmen mit Hauptsitz in Münchenstein. Das Unternehmen versorgt Kundinnen und Kunden in der Schweiz und in Frankreich mit Energie und ist in den Geschäftsfeldern Energiehandel, Netz,Wärme und erneuerbare Energien tätig. Dieses Umfeld verbindet operative Vielfalt, regulatorische Anforderungen und den Anspruch, Energie zuverlässig und zukunftsfähig bereitzustellen.

Diese Vielfalt prägt auch das Prozessmanagement. Primeo Energie arbeitet mit mehreren Gesellschaften, unterschiedlichen Geschäftsbereichen und länderübergreifenden Strukturen. Dazu kommen verschiedene operative Realitäten, Managementsysteme und Sprachen. Das Qualitäts- und Prozessmanagement bildet dafür den gemeinsamen Rahmen.

Primeo Energie Hauptsitz Münchenstein

ADONIS ist bei Primeo Energie bereits seit vielen Jahren im Einsatz. Im Mittelpunkt steht deshalb nicht die erstmalige Einführung einer BPM-Lösung. Die zentrale Aufgabe besteht darin, die gewachsene Prozesslandschaft weiterzuentwickeln und sie besser nutz- und steuerbar zu machen. Mehrere hundert Prozesse sollen so strukturiert werden, dass sie fachlich abgestimmt, verständlich dokumentiert und gut auffindbar sind.

Primeo Energie will die vorhandene Prozesswelt so ordnen, dass Mitarbeitende, Prozessverantwortliche und das Management den Überblick behalten. Das Prozessmanagement soll nicht nur beschreiben, was passiert. Es soll auch Orientierung bieten und eine Grundlage für Qualität, kontinuierliche Verbesserung und künftige Digitalisierung schaffen.

Vom dokumentierten Prozess zur echten Orientierung

Primeo Energie zielt auf eine transparente und skalierbare Prozessarchitektur ab. Das Unternehmen hat bereits mehrere hundert Prozesse dokumentiert. Diese verteilen sich jedoch über verschiedene Ebenen, Gesellschaften und Themen und bieten nur begrenzt Orientierung. Die Mitarbeitenden sollen rasch von der Gesamtübersicht zum relevanten Prozess gelangen – nicht über lose Ebenen hinweg, sondern entlang einer klaren Logik.

Im Zentrum steht die Nutzung im Alltag: Prozessinformationen sollen schnell auffindbar und verständlich sein. Die Prozesslandschaft soll Orientierung geben, ohne zusätzliche Komplexität zu schaffen.

Wir müssen in einem noch so einfachen Prozess alle relevanten Punkte wie: Arbeitssicherheit, Umwelt, Qualität, Informations-sicherheit, Risiken und Business Continuity und weitere Vorgaben, berücksichtigen.

Thomas Persson
Leiter Qualitätsmanagement und -systeme bei Primeo Energie

Zusätzlich muss Primeo Energie unterschiedliche Anforderungen aus den Managementsystemen zusammenführen. Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit, Umweltmanagement, Risikomanagement und Informationssicherheit sollen im Prozesskontext sichtbar und anwendbar werden. Die Herausforderung besteht also nicht nur darin, Prozesse zu dokumentieren. Entscheidend ist, sie so zu strukturieren, dass sie unterschiedlichen Rollen, Gesellschaften und Managementsystemen Orientierung bieten.

Lösung: Mit ADONIS zur strukturierten Prozessarchitektur

Primeo Energie nutzt ADONIS als zentrale Plattform, um Prozesse zu modellieren, zu strukturieren und über Prozesslandkarten zugänglich zu machen. ADONIS ist jedoch kein Selbstzweck. Die Plattform schafft die Grundlage für Übersicht, Transparenz und ein gemeinsames Prozessverständnis.

ADONIS ist für uns die zentrale Anlaufstelle für Prozesse. Mitarbeitende finden schnell die Informationen, die sie benötigen, und verstehen gleichzeitig, wie ihr Prozess in den Gesamtkontext eingebettet ist“, sagt Thomas Persson.

Eingesetzte Produkte

ADONIS dient als zentrale Plattform zur Modellierung von Prozessen, Rollen und Organisationsstrukturen und schafft Transparenz über Abläufe und Verantwortlichkeiten.

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Umgesetzte Services

  • Consulting

  • Methodische Begleitung des initialen Onboardings
  • Methodische Beratung und Entwicklung des Zielbilds
  • Konzeption und Aufbau der Prozessarchitektur
  • Erarbeitung von Modellierungskonventionen
  • Entwicklung eines Governance-, Rollen- und Rechtekonzepts
  • Technischer Support

  • Technische Implementierung und Konfiguration von ADONIS
  • Integration von Umsystemen über REST-Schnittstellen zur Vernetzung von Prozessen und Systemen
  • Unterstützung bei der Migration von Daten und Modellen
  • Training

  • Anwendungsschulung und Admin-Schulung für Prozessmanger:innen und wesentlichen Nutzer:innen

Die Prozesspyramide: Aufbau in fünf Ebenen

Primeo Energie strukturiert die Umsetzung über eine Prozesspyramide mit mehreren Ebenen.

Abbildung: Prozesspyramide von Primeo Energie

An oberster Stelle steht die Hauptprozesslandkarte der Gruppe. Darunter folgen Unterprozesslandkarten für Gesellschaften, Bereiche oder Themen. Auf der nächsten Ebene sind die Prozesse im Detail beschrieben. Ergänzend werden mitgeltende Unterlagen, Tools und Checklisten zugeordnet. Die fünfte Ebene bereitet die Digitalisierung und Automatisierung vor. Sie wird relevant, wenn ein Prozess verstanden wurde und klar ist, welche Schritte digital unterstützt oder automatisiert werden können.

Übersicht durch eine zusammenhängende Prozesslandkarte

Abbildung: Hauptprozesslandkarte bei Primeo Energie

Die Hauptprozesslandkarte spielt eine zentrale Rolle. Primeo Energie hat sie nicht als klassische Prozessdarstellung mit getrennten Prozessbahnen für Management-, Realisierungs- und Unterstützungsprozesse aufgebaut. Stattdessen zeigt sie die Prozesswelt als zusammenhängendes System. Im Fokus stehen die wertschöpfenden Prozesse. Unterstützende Prozesse und Managementprozesse geben den Rahmen, unterstützen und stabilisieren die Wertschöpfung.

Wenn ein unterstützender Bereich wegfällt, gerät das ganze System ins Wanken. Es braucht alle drei Bereiche, damit die Wertschöpfung funktioniert“, betont Thomas Persson.

Der PDCA-Kreislauf zeigt Prozessmanagement als Teil kontinuierlicher Verbesserung.

Damit erfüllt die Prozesslandkarte ein zentrales Ziel: Sie schafft Übersicht und erklärt Zusammenhänge. Mitarbeitende und Management sehen, welche Prozessarten zusammenspielen und warum alle Teile des Systems zählen. So wird die Prozessarchitektur verständlicher und anschlussfähig für Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Informationssicherheit und weitere Managementsysteme.

Methodik und Verantwortung im Zusammenspiel

Methodisch nutzt Primeo Energie BPMN 2.0 als Standard. Dieser erleichtert eine einheitliche Darstellung und macht Prozesse visuell verständlicher. Gleichzeitig wird darauf geachtet, die Modellierung nicht zu verkomplizieren. Die Prozesswelt soll lesbar bleiben. Deshalb werden die relevanten Informationen so dargestellt, dass sie im Arbeitsalltag verstanden werden können.

Organisatorisch verbindet Primeo Energie zentrale fachliche Führung mit dezentraler Mitarbeit. Das Qualitäts- und Prozessmanagement gibt den Rahmen vor und unterstützt die Fachbereiche. Einzelne Personen in Gesellschaften oder Bereichen modellieren selbst im System. Weitere Änderungen nimmt das zentrale Team auf und setzt sie um. Interne Schulungen und E-Learning-Angebote stärken zusätzlich das Verständnis für Qualitäts- und Prozessmanagement sowie Rollen und Modellierung.

Ergebnis: Übersicht für alle Zielgruppen

Der wichtigste Mehrwert ist die bessere Übersicht. Primeo Energie kann eine komplexe Prozesslandschaft strukturiert darstellen und für unterschiedliche Zielgruppen nutzbar machen. Prozesse stehen nicht isoliert nebeneinander. Sie werden in einen nachvollziehbaren Zusammenhang gestellt. Das stärkt das gemeinsame Verständnis, wie Abläufe, Rollen, Dokumente und Managementsysteme zusammenspielen.

  • Für Anwender:innen bringt dies eine bessere Orientierung in der Prozesslandschaft.
  • Prozessverantwortliche erhalten eine klare Grundlage, um Prozesse zu pflegen, weiterzuentwickeln und mit Fachbereichen abzustimmen.
  • Das Management sieht, wie wertschöpfende, unterstützende und führende Prozesse zusammenwirken.
  • Das Qualitätsmanagement kann Anforderungen aus verschiedenen Managementsystemen prozessorientiert verankern.

Der Nutzen zeigt sich vor allem qualitativ. Primeo Energie gewinnt Transparenz, Struktur und Orientierung. Zugleich entsteht eine Grundlage für die weitere Entwicklung. Denn Digitalisierung und Automatisierung setzen voraus, dass Prozesse verstanden und sauber beschrieben sind.

Thomas Persson fasst den Mehrwert von ADONIS prägnant zusammen: „ADONIS bietet mir die Übersicht, die ich gut darstellen und lesen kann.

Ausblick: Kontinuierliche Weiterentwicklung als Erfolgsfaktor

Primeo Energie betrachtet Prozessmanagement nicht als einmaliges Projekt, sondern als kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Die bestehende Prozessarchitektur wird daher kontinuierlich ausgebaut und optimiert. Im Fokus stehen weitere Gesellschaften in der Schweiz sowie Einheiten in Frankreich, die in die Prozessarchitektur integriert werden sollen. Damit gewinnt die Struktur an Bedeutung: Sie soll gruppenweit Orientierung bieten und lokale Besonderheiten abbilden.

Primeo Energie entwickelt auch das Managementsystem fachlich weiter. Das Risikomanagement ist bereits integriert und wird laufend ergänzt. Die Informationssicherheit wird stärker im System verankert. Business Continuity bleibt im Zusammenspiel mit operativen Prozessen, Risiken und Managementsystemen relevant. Entscheidend sei es, diese Themen zusammenzuführen, ohne die Prozesslandschaft unnötig zu verkomplizieren.

Der nächste Entwicklungsschritt liegt in der fünften Ebene der Prozesspyramide: Digitalisierung und Automatisierung. Die Prozesse sollen so dokumentiert werden, dass es möglich wird, mit der vorhandenen Prozessdokumentation, Prozesse zu digitalisieren und zu automatisieren.

Eine wichtige Erkenntnis lautet: Prozessmanagement muss beweglich bleiben. Prozesse, Organisationen und Anforderungen verändern sich. Deshalb sind klare Strukturen und die Bereitschaft, diese laufend weiterzuentwickeln, entscheidend.

Thomas Persson bringt es auf den Punkt: „Das ist nichts, was irgendwann fertig ist.“

Zusammenfassung

Das Beispiel Primeo Energie zeigt für andere Unternehmen mit ähnlicher Komplexität: Eine Prozesslandschaft wird nicht nutzbar, indem möglichst viel dokumentiert wird. Entscheidend ist eine verständliche und vernetzte Architektur. Sie muss Orientierung schaffen, Verantwortlichkeiten sichtbar machen und den Zugang zu relevanten Informationen erleichtern. So wird Prozessmanagement zur Grundlage für Qualität, Transparenz und Weiterentwicklung.

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